0004764963_10C9H13NO3 heißt das zweite Langeisen der Vogtländer.
Gemeint ist hier die chemische Summenformel für das Stresshormon Adrenalin. An sich eine nette Idee – schwierig werden nur Aussagen wie “Ey, hast du schon den dritten Song von C9H13NO3 gehört? Geht rein wie Sau”. Aber das überlassen wir den Fans – vielleicht etablieren sich da bald neue kreative Kürzel oder irrwitzige Abwandlungen.

Seit 2002 wandeln Disrepute unter uns. Wir haben es mit solidem Death Metal der schnelleren Spielart zu tun. Weit weg von modernen Hochglanzproduktionen lässt man sich fallen in das Tal des Blast-/Groovehybriden. Neben konventionellen Standard-Metalbeats und gängigen Moshparts wird der standhafte Langhaar-Metal-Nerd zum Headbangen  gebeten und höchstwahrscheinlich nicht enttäuscht.

Wenn man sich die Platte mehrfach im Ganzen gibt, spürt man einen roten Faden; der zwar für einen konsequenten Stil attraktiv wirkt, aber leider das Thema Abwechslung stiefkindlich behandelt.
Aufgrund des recht markanten Charakters des zweiten Disrepute Albums kämpft sich auch kein wirklicher Hit durch, der hängen bleibt.

Es ist aber immer wieder schön zu sehen, dass Continue reading

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Als sich vor ca. einem Jahr Hannes Grossmann und Christian Münzner von Obscura getrennt haben, dachten sich sehr viele Fans: “Warum? bitte nicht!” Was einerseits irgendwo verstörend wirkte, war andererseits auch ziemlich spannend, weil man alles andere als eine Kreativpause vermutete.

ALKALOID – unter diesem Banner wurde nach nicht allzu langer Zeit qualifiziertes Fachpersonal zusammengestellt, welches mit Kalkül darauf hinarbeitete, ein wirklich komplexes Kunststück auf die Beine zu stellen.
Mit von der Partie sind Morean (Dark Fortress), Danny Tunker (Aborted), Linus Klausenitzer (Obscura) und die beiden Ex Obscura- Mitglieder Hannes Grossmann und Christian Münzner. Im eigenen Studio (Mordor Sound /Nürnberg) aufgenommen und produziert, bastelte man an der Spielzeitgrenze einer Compact Disc und ließ nicht im Entferntesten etwas anbrennen. Den letzten Feinschliff Continue reading

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Annisokay haben sich 2007 gegründet und waren seitdem alles andere als arbeitsscheu. Die Diskographie weist zwei Demos, eine EP und mittlerweile zwei Alben auf, die sich gut herumgesprochen haben. Mit ihrem recht markanten melancholischen Grundcharakter fahren Annisokay einen Stil, der zwar nicht einzigartig, aber dennoch mit Wiedererkennungswert versehen ist. Des Weiteren halten sie durch stetiges Touren (u.a. mit Callejon, Eskimo Callboy) und qualitativ hochwertigen Musikvideos das Level oben und bleiben dem Stil der modernen Metalkunst treu. Das zweite Album der Band aus Halle schaffte es zumal schon in die Albumcharts auf Platz 68. Produziert wurde das Werk von Joey Sturgis (Emmure, Asking Alexandria, I See Stars…) und William Putney (Suicide Silence, Thy Art Is Murder, Upon A Burning Body,…).

Der erste Eindruck von ENIGMATIC SMILE lässt wenig Spielwitz und Überraschungen vermuten. Wie es aber bei so vielen Produktionen der Fall ist, wäre es eine Schande, dem Album nur ein bis zwei Durchläufe lang Aufmerksamkeit zu schenken und sich ausschließlich dadurch ein Bild zu machen. Nach diversen Forschungsansätzen und diversen Sympathieaufbauten verstecken sich Continue reading

print_krimhera_cover_web-res1Der Name Krimh war in der letzen Zeit allgegenwärtig. Seine inoffizielle Bewerbung für den neuen Slipknot-Drummerposten, als auch die Aushilfe bei Behemoth machten sein Dasein als leidenschaftlichen Vollprofi in Sachen Schlagzeugspiel zum Gesprächsstoff Nummer Eins. Angefangen hat es 2007 als sein Einstieg bei Decapitated bekannt gegeben wurde. Nach dem Ausstieg gab es das erste Soloalbum “Explore”. Aktuell ist Krimh seit Dezember 2014 fester Drummer bei den griechischen Symphonic Deathern von Septicflesh.

Am 10ten Dezember letzten Jahres kam sein zweites Soloalbum “Krimhera” auf den Markt. Klassisch im stolzen Gewand der Eigenproduktion gehen nicht nur die Drums auf seine Kappe, sondern Continue reading

a0929162990_2Es gibt sie wirklich: Die deutschen Animals as Leaders! Das bayrische Djent-Duo The Bellerophon Project, bestehend aus Taktgeber Manuel Lotter und Flitzefinger Andreas Schaberer, ist seit 2013 aktiv. Bis dato wurden zwei professionelle Musikvideos veröffentlicht, die nichts haben anbrennen lassen und einschlugen wie eine Bombe. Die daraus folgenden Konsequenzen sind ausreichend Kreativität und Motivation, um weitere Denksport-Balladen aufzunehmen, damit die schreiend sabernden Fans und Sympathisanten zufrieden gestellt werden können. Am 22ten Juli kam “Mental Abscess” auf den Markt. Neben den beiden Youtube-Hits(Crystal Latice, Hydra) darf man jetzt noch drei weitere Sahnehäubchen vom Törtchen naschen.

Geboten wird -wie nicht anders zu erwarten- ein souverän spritziges und hochkomplexes Instrumental-Djent-Feuerwerk. 8-Saiter, Athmo-Synths, Odd-Beats, Polyrhythmik und eine fette Produktion – eigentlich muss man bei diesem Werk auf keine wirklichen Defizite Continue reading