Torturer

Mor Dagor

Stephan Hoffmann (WALKING DEAD ON BROADWAY)

11705182_1130352283645793_3254993070421533367_nHallo Stephan,
seit eurem neuen Album “Aeshma” geht es ordentlich voran bei euch: Shows auf dem Impericon- und With Full Force Festival, eine Tour mit Suicide Silence usw. Was ist dieses Jahr noch alles von euch zu erwarten?

Als nächstes spielen wir auf dem Wacken Festival. Das wird unser größter Gig bisher und wir können es alle noch nicht wirkich glauben, dass wir bei so einem Event mitspielen dürfen. Danach steht noch das Ultimate Summerblast Festival in Trier und das Destruction Derby Festival in Dessau auf dem Plan. Es sind auch noch ein paar kleinere Touren und einzelne Gigs dieses Jahr in Planung.

Wie kann man sich den Songwritingprozess bei euch vorstellen?

Normalerweise setzen sich unsere Gitarristen zusammen und schreiben die Lieder über die Gitarrenspuren und geben ungefähre Ideen für den Schlagzeugpart. Ich nehme die Ideen auf und übersetze es in meinen Spielstil. Zum Schluss wird der Gesang draufgesetzt.

Hast du noch Nebenprojekte?

Nein.

Was hälst du von der Entwicklung der getriggerten/gesampleten Drumsounds?

Je nach Musikrichtung macht es für mich Sinn oder auch nicht. Besonders im Deathcore-Bereich unterstützt es den gewünschten neutralen, fast maschinellen Drumsound.  Leider geht dadurch die persönliche Note verloren, so dass bei vielen Bands die Drumspur beinahe identisch klingt.

Hattest du jemals Schlagzeugunterricht?

Ja, die ersten fünf Jahre hatte ich bei drei verschiedenen Schlagzeuglehrern Unterricht.

Gibst du selber Drumunterricht/Workshops?

Vor einigen Jahren habe ich Kindern Schlagzeugunterricht gegeben. Leider hatte ich keine Zeit mehr, um es fortzuführen, würde aber sofort wieder damit anfangen, falls es irgendwann mal wieder in meinen Zeitplan passt. Vor kurzem habe ich auf dem Rockstroh-Drumfestival meinen ersten Workshop zum Thema “Fußtechniken” gegeben. Ich hoffe es werden noch weitere folgen, auch wenn bisher keine geplant sind.


417028_303492086382675_718110344_nHast du eine Überoutine? Wenn ja, wie kann man sich diese Vorstellen?

Meine Übungsroutine besteht darin, unser Live-Set zu spielen. Ich muss die Lieder intuitiv beherrschen, so dass ich mich live auf andere Sachen konzentrieren kann – nichts ist schlimmer als ein Drummer, der live mit eisernem Blick in die Leere starrt und hochkonzentriert sein Programm runterspielt. Meiner Meinung nach sollte man es einem Schlagzeuger ansehen, dass er Spaß am Spielen hat.

Dich sieht man des Öfteren auch mit traditional Grip – ist das mehr Showeinlage oder fühlst du dich mit dieser Technik wohl?

Vor einigen Jahren hatte ich aus Interesse diese Technik gelernt, aber zwischendurch wieder verworfen, weil es nicht zu meinem Stil passte.  Anfang diesen Jahres habe ich aber mein Drumset-Aufbau leicht geändert und plötzlich machte es für mich Sinn wieder traditional zu spielen. Es hat etwas gedauert mich wieder an diese Technik zu gewöhnen, aber mitlerweile spiele ich ausschließlich so.  Es macht einfach mehr Spaß, bringt neue Ideen und sieht natürlich besser aus.

Hast du außerhalb der Musik noch andere Hobbies?

Ja, neben dem Schlagzeug ist Fitness ein großes Thema für mich. Ich bin mind. 5x pro Woche im Fitnessstudio und trainiere größtenteils mit  Calesthenics und Bodyweight-Übungen. Unter anderem hilft es mir tatsächlich auch mein Schlagzeugspiel zu verbessern.

Was macht für dich persönlich einen fetten und authentischen Groove aus?

Für mich kann jeder Groove einzigartig sein, egal wie simple er scheint. Wichtig ist, dass er mit der Band harmoniert. Das Schlagzeug ist nun mal ein Begleitinstrument. Aber neben dem musikalischen Hintergrund ist der optische Faktor für mich sehr wichtig. Wenn ich einen Schlagzeuger gern zuschaue, völlig egal was er spielt, dann hat er mich überzeugt.

Danke für das Interview

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Autor: Ronny “Dr.Ronald W.” Garz

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