Sebastian Lanser

Panzerballett

Tommy Hey Interview (DESASTERKIDS)

10451848_833107496735015_5434445551219056312_nHallo Tommy,
ihr habt mit Desasterkids bisher eine 5-Track-EP “Sex, Beer & Breakdowns” veröffentlicht und seid jetzt mit eurem Debütalbum “030″ am Start. Was hat es mit dem Albumtitel auf sich?

Jo, erstmal danke, dass ich auch mal ein Interview machen darf – voll laser! Berlin ist unsere Heimat. Wir identifizieren uns zu 100% mit dieser Stadt. Unser Bandleben findet dort statt, wir haben dort unseren Freundeskreis und dadurch war es wichtig, diese Thematik nach außen zu tragen und in das Konzept des Albums einzubauen. Die Telefonvorwahl Berlins (030) war dafür der coolste Stempel.

In wie weit bist du in dem Songwriting integriert gewesen? Bekommst du viel vorgesetzt?

Der Albumprozess hat etwa zwei Jahre gedauert und ich konnte definitiv mitwirken. Die Entstehung des Albums war eine sehr intensive Zeit, in der ich mich auch als Drummer sehr entwickeln konnte. Wir haben schon früh unsere Tracks und Vorproduktionen im Proberaum gejammt und das gab mir die Chance, ein Gefühl für die Songs zu bekommen und meine Ideen einzubringen. Vorgesetzt bekomme ich direkt nichts – wenn eine Idee entsteht, dann gehe ich sicher, dass ich meinen Senf dazu geben kann!

Bist du noch in anderen Bands tätig?

Ich habe nebenbei noch ein Rap-Projekt am Start und produziere auch recht viel elektronische Mucke, aber das ist alles nur nebenbei, denn am wichtigsten sind meine Dboys!

Wie schaut deine Überoutine aus?

Ich übe so viel wie es geht, sehr viel Technik. Ich sitze auch gerne abends vor der Glotze mit meinem Pad und halte meine Hände warm. Ich habe seit 15 Jahren regelmäßig Schlagzeugunterricht und das ist auch geil so, denn es gibt mir jedes Mal neuen Input, bringt mich technisch weiter und ist mir eine große Hilfestellung für die Konzerte mit Desasterkids. Momentan kommen lange Sets auf uns zu, die einem sehr viel abverlangen und dadurch ist es auch umso wichtiger für mich, meine Ausdauer am Schlagzeug zu trainieren. Dafür spiele ich grundsätzlich unser ganzes Set beim alleine Proben komplett durch. Ich habe mit 5 Jahren angefangen zu spielen aber habe sehr lange nicht verstanden, was es bedeutet hat, wirklich zu üben. Vor ein paar Jahren hat es bei mir Klick gemacht und ich habe verstanden, wie wichtig Technik sein kann und befasse mich seither intensiv damit. Damals, schon in der Grundschule, hat mich Slipknot unglaublich inspiriert. Die Energie der Musik mit ihren straighten, aber ballernden Takten.

10447112_900387196673711_4410978178690799898_nWünschst du dir manchmal die früheren Schlagzeugproduktionen zurück, wo wenig bis gar nichts editiert wurde, oder siehst du die “glattgebügelten” Drumsounds als Entwicklung mit absoluter Daseinsberechtigung?

Dude, ich bin mit editierten Drumsounds aufgewachsen und finde es ehrlich gesagt ziemlich cool! Ich kann trotzdem nachvollziehen, wenn es Fans des anderen Lagers gibt. Doch so etwas ist eben Geschmackssache. Ich habe nur leider nie etwas anderes kennengelernt haha.

Wie ist deine Meinung zu Spotify und co.? Kaufst du dir selber noch CDs original oder reichen mp3s?

Ich kaufe viel Musik. Ich finds geil es zu haben und ich sehe natürlich auch die Seite des Künstlers und dadurch unterstütze ich auch gerne. Man weiß doch, wie viel Arbeit in Musik steckt – wieviel Energie, Zeit, Geld es kostet, um sowas entstehen zu lassen.

Findest du Kenntnisse im Bereich Noten- und Rhythmiklehre dienlich oder wäre es vorteilhafter, wenn die Musik intuitiv aus den Fingern kommt?

Bei mir kommt es definitiv aus der Hand, anstatt vom Blatt. Ich kann durch den Unterricht zwar vom Blatt spielen aber es macht einfach mehr Bock intuitiv zu spielen, zu jammen und kreativ zu sein!

Was macht für dich einen fetten und authentischen Groove aus?

Weniger ist mehr. Tightness ist der Schüssel!

Was ist deine persönliche Definition von Rock´n´Roll?

Hehe, da bin ich dann doch mal altmodisch ;)

Danke für das Interview und viel Erfolg mit eurem neuen Album!

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Autor: Ronny “Dr.Ronald W.” Garz

 

 

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