Sir G.

Die Apokalyptischen Reiter

Daniel Pampuch Interview (VITJA)

1233342_10204462843923013_197279243494259234_nHallo Daniel,
du spielst in der 2013 gegründeten Djentcore Band VITJA. In welchen Projekten warst du vorher tätig?

Hi zusammen.
Vor VITJA habe ich in diversen Bands gespielt. Unter anderem in “Progress Utopia” und “MyTerror”.

Hast du noch Nebenprojekte?

Momentan nicht, da VITJA sehr sehr viel Zeit beansprucht. Ich kann hier voll aufgehen und bin mega glücklich mit meinen Jungs. Ich fühle mich extrem wohl. Nebenprojekte sollte man jedoch nie ausschließen. Wenn man Interesse an etwas hat, sollte man es auch machen.

Ihr habt gleich im ersten Jahr eurer Gründung mit VITJA ein Album veröffentlicht und 2015 eine EP. Was ist in Zukunft noch alles geplant?

Wir stecken gerade mitten im Songwriting-Prozess für unser kommendes Album. Im aktuellen und im kommenden Jahr kann man auf jeden Fall einiges von uns erwarten. Die Band ist unser Mittelpunkt und ein anhaltender Prozess. Weiterentwicklung ist uns extrem wichtig. Pläne werden praktisch jeden Tag geschmiedet :-)

In wie weit bist du in das Songwriting von VITJA integriert?

Zu Beginn von Vitja war das Songwriting Vladis alleinige Aufgabe. Mittlerweile schreibe auch ich viele Songs, da ich das auch in meinen alten Projekten immer getan habe. Ich kann gar nicht anders :-) Im Prinzip verteilt sich der Schreibprozess immer mehr auf die ganze Band. Am Ende feilen wir als Team an den Feinheiten etc.

Wie bist du damals zum Schlagzeugspielen gekommen und was war dein Schlüsselerlebnis?

Mein Opa und zwei meiner Onkel sind bzw. waren professionelle Schlagzeuger und Schlagzeuglehrer. Mit fünf Jahren begann ich damit Klavier zu spielen und hatte vier Jahre später einfach keine Lust mehr. Ich trommelte den ganzen Tag auf allem rum, was ich finden konnte. Meine Familie erkannte das und meldete mich mit 9 Jahren erneut an der Musikschule an. Ein richtiges Schlüsselerlebnis gab es glaube ich nicht. Ich habe seitdem immer aktiv gespielt, Unterricht bei diversen Lehrern gehabt und letztlich auch Musik studiert.

Gibst du selber Schlagzeugunterricht oder Workshops?

Ja, ich bin hauptberuflich Schlagzeuglehrer/Musiklehrer. Ich habe mittlerweile einen ziemlich großen Schülerstamm, arbeite mit Ensembles, gebe Drumclinics, coache Bands, arbeite als Songwriter etc. Wie du merkst habe ich Hobby und Passion zum Beruf machen können. Darüber bin ich extrem glücklich.

10649532_10205252011851718_7659498905596618770_nWie siehst du die Entwicklung der heutigen Schlagzeugproduktionen im modernen Metal-Bereich? Vieles wird gesamplet, quantisiert oder sogar komplett programmiert. Ist es wichtig seinen Ego zurückzunehmen, so dass schlussendlich das Endprodukt entscheidend ist?

Ich denke das muss jeder individuell und auch jede Band für sich selbst entscheiden.
Ich spiele natürlich meine Sachen lieber ein, als sie zu programmieren. Ich verstehe jedoch, wenn Bands aus Zeit-/Kosten-/Sound-Gründen programmieren müssen/wollen. Meiner Meinung nach wird mittlerweile auch vieles falsch oder besser unpassend gesamplet/programmiert/recordet. Oft klingen Bands extrem fett und breit, um die Schwächen im Songwriting und im Live-Spiel zu übertünchen. Auf der anderen Seite gibt es auch Bands, die versuchen mit ehrlichem Sound zu überzeugen und damit voll auf die Schnauze fallen. Am Ende muss man als Musiker im Studio eine gesunde Mischung für Band und Fans finden.

Wie ist deine Herangehensweise beim Stimmen der Felle?

Das ist diiiiee Frage. Als erstes drücke ich den Rim fest aufs Fell und ziehe im Anschluss mit der Hand alle Schrauben so fest wie möglich (finger-tight). Später stimme ich im typischen Verfahren gegenüberliegend. Also keine heftigen Spezialtechniken. Zuletzt habe ich tatsächlich eine kleine Technik, die NUR mir gehört ;-)

Wie sieht deine Überoutine aus?

Zu Beginn mache ich ein paar Aufwärmübungen. Im Anschluss folgen dann diverse Rudiments. Auch, wenn die Vitja Songs mittlerweile in Mark und Bein übergegangen sind, ist es für mich wichtig, auch diese zu üben. Ich spiele das Set, welches für die nächste Show auf dem Plan steht. Ich übe auch gerne neue Sachen, also Grooves/Songs die ich bewusst raussuche oder die mir zufliegen. Am Ende kommen dann neue VITJA Tracks und Ideen, die ich ausfeilen möchte.

Was ist deine persönliche Definition von Groove?

Groove bedeutet für mich gefühlvolles, losgelöstes, jedoch bewusstes Spielen. Wenn du einen dieser drei Parameter nicht bedienst, kannst du nicht grooven.

Welche drei Scheiben laufen bei dir derzeit hoch und runter?

Poah, gute Frage. Ich schränke solche Dinge immer extrem ungern ein. Es variiert einfach ständig. Momentan höre ich viel:

Of Mice and Men – Restoring Force Full Circle
Veil of Maya – Matriarch
PVRIS – White Noise

Danke für das Interview!

Ich danke dir!

follow VITJA

 

Autor: Ronny “”Dr.Ronald W.” Garz

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