Hannes Großmann

Obscura

Tobias “Ollie” Olijnk Interview (CYTOTOXIN)

Hallo Ollie, wie geht es dir derzeit?

Hi Ronny! Erst einmal danke für die Gelegenheit dieses Interviews und deine Geduld. Und damit habe ich schon deine erste Frage beantwortet: Mir geht es sehr gut, habe momentan allerdings ziemlich viel um die Ohren mit nichtmusikalischen Dingen. Very busy sozusagen hehe…

Du bist ja als der Knüppelschwinger von CYTOTOXIN bekannt. Ihr habt mit eurem letzten Album „Radiophobia“ einen saftigen Meilenstein gesetzt. Super Kompositionen, anspruchsvoll, technisch und bombenmäßig produziert. Wie ist der momentane Stand bei euch? Habt ihr schon neue Songs für ein weiteres Album?

Durch die fokale Dystonie unseres Gitarristen Fonzo hat es uns nach der Veröffentlichung von „Radiophobia“ ganz schön den Wind aus den Segeln genommen. Fonzo und ich sind die Songwriter der Band. Wir ergänzen uns zusammen perfekt und funktionieren nur als Duo. Seine Krankheit ist schlecht zu vergleichen mit herkömmlichen Dingen wie beispielsweise eine Sehnenscheidenentzündung, die jeder Musiker von uns schon einmal gehabt haben dürfte. Zwar treten wir wieder live auf, dennoch ist diese Geschichte noch nicht einhundertprozentig von der Bühne. Da wir mit dem nächsten Album technisch und musikalisch nochmal kompromisslos einen draufsetzen wollen, ist es für uns also schwierig dahingehend irgendwelche Prophezeiungen zu wagen.

Sind Tourneen geplant?

Es gab bereits einige Tourangebote mit größeren Bands. Allerdings würden diese uns finanziell ruinieren. Solche Angebote dienen hauptsächlich dazu den Headlinern die Tour zu finanzieren. Als kleine Band legt man da nur drauf. So ist leider die Realität! Allerdings ist mit unserem Label schon länger eine Europatour mit anderen Bands aus Übersee im Gespräch. Ich bin gespannt wie sich das entwickeln wird!

Wie lange spielst du schon Schlagzeug? Kannst du uns kurz bezüglich deines Werdeganges in Kenntnis setzen?

Schlagzeug spiele ich seit Ende 2007. Zu Beginn nahm ich 3 Monate lang Unterricht an meinem damaligen Gymnasium. Als ich meinem Lehrer mit CD`s von Disavowed oder Nile jedoch nicht vom Death Metal überzeugen konnte, begann ich mir alles selbst beizubringen. In einem Musikerforum aus der Region lernte ich dann Fonzo kennen. Zufälligerweise ergab sich, dass wir beide im daurauffolgenden Jahr ein Studium in Chemnitz begannen. Schnell wurde ein Proberaum angemietet und man begann miteinander zu spielen. Auf einem Konzert lernte ich dann unseren Sänger Grimo kennen, welcher kurz daurauf bei uns einstieg. Vitalis, unseren Basser, kannte ich noch aus ersten Gehversuchen mit meiner Band aus Zwickau. Somit war die Band komplett.

Was empfiehlst du den Drummern da draußen für einen routinierten Übungsplan, wenn sie deinen Anspruch gerecht werden wollen?

Es gibt heute ziemlich viele junge und technisch sehr gute Schlagzeuger da draußen. Viele Techniken und Bewegungsabläufe kann man sich in Videotutorials oder auf Youtube ansehen. Wenn man etwas Disziplin und Routine an den Tag legt, kann man heute also ziemlich schnell recht gut werden. Was man allerdings nicht so schnell lernen kann ist, für gewisse Dinge ein musikalisches Gehör zu entwickeln. Songwriting ist etwas, was man nicht wie Technik so einfach erlernen kann. Natürlich hilft einem die Technik, seine Vorstellungen im Kopf auf seinem Instrument umzusetzen. Dennoch bin ich mittlerweile der Meinung, dass Musik einfach gut klingen sollte. Mir ist es daher egal ob der Drummer gerade 240 BPM oder 320 BPM spielt. Sofern die Musik und das Songwriting gut ist, gefällt mir auch die Band. Klar ist Geschwindigkeit geil, aber im Vordergrund steht für mich immer die Musik als Ganzes. Man sollte also sich nie selbst im Weg stehen und auch mal über den Tellerrand blicken.

Hast du noch weitere Projekte am laufen? Würdest du auch mal andere Musikrichtungen ausprobieren?

Ich hätte gern weitere Projekte, aber dafür fehlt mir leider absolut die Zeit. Ich bin derzeit froh, wenn ich überhaupt zum Üben komme. Diese Zeit nutze ich natürlich dann hauptsächlich das zu üben, was die Band und unsere Musik von mir abverlangt.

Siehst du das Schlagzeugspielen als reines Hobby und gehst einen normalen Job nach?

Ich sehe das Schlagzeugspielen als reines Hobby. Derzeit bin ich noch damit beschäftigt meinen Master im Maschinenbau abzuschließen und gehe zudem einer Anstellung an der Uni nach. Danach möchte ich ins reguläre Berufsleben einsteigen. Am liebsten als Projekt- oder Entwicklungsingenieur in der Automobil- oder Luftfahrtindustrie.

Deine Plattenempfehlung des Monats?

Nichts konkretes. Irgendwie tuts mir der Snaresound auf TOTO`s „Tambu“- Album (1995) gerade sehr an. Simon Phillips hat generell immer nen geilen Drumsound!

 

 

 

 

 

 

 

 

Autor: Ronny Garz

 

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