Sir G.

Die Apokalyptischen Reiter

Drum Illuminati Interview (H.Großmann/S.Lanser)

 

 

 

 

 

Hallo ihr beiden! Seit kurzen ist bekannt, dass ihr ein Drumduo Projekt, namens DRUM ILLUMINATI, auf die Beine gestellt habt. Was hat euch angetrieben? Wer kam zuerst mit der Idee an?

H: Das war eigentlich Sebastians Idee. Nachdem wir uns auf der Musikmesse getroffen hatten und dort ein jammendes Schlagzeuger-Duo gesehen haben, hatten wir beide den Eindruck: sowas könnte man auch mit auskomponierten Drumlines machen. Und als Sebastian mit der Idee kam, letztlich genau dies zu tun, war ich sofort begeistert.

S: Allein die Möglichkeit für zwei Schlagzeuger zu orchestrieren, stellten wir uns einfach sehr spannend vor. Schlagwerk Konzerte sind in der Klassik ja nichts neues mehr. Das Ganze (im klassischen Sinne) aber mit zwei Drumsetspielern macht die Sache für mich interessant und einzigartig.

Werden eure Songs komplett ausnotiert sein oder gibt es Freiräume für Improvisationen?

S: Beides! Das Hauptaugenmerk liegt aber auf der musikalischen Komposition. Das Ausnotieren bzw. Auskomponieren gewisser Parts ist auf Grund der Komplexität unvermeidlich.

H: Das Ganze soll ja auch nicht allein auf Solo-Trad-Offs im 4/4 Takt beruhen. Der Großteil des Materials wird wohl sehr genau ausnotiert sein. Ich freu mich aber schon darauf, mit Sebastian zusammen zu solieren. Das darf natürlich auch nicht fehlen.

Wird es ein Album geben? Oder gar eine DVD?

H: Eins nach dem anderen…

S: Zwei nach dem einen … eine DVD wäre geil, man wird sehen.

Wie kann man sich eine Liveshow von euch vorstellen? Bietet ihr ausschließlich eine Performance oder fließt auch ein gewisser Workshopcharakter mit rein?

S: Das eine schließt das andere nicht aus. Im Gegenteil – ich kann mir gut vorstellen, dass nach einer Performance, die ein oder andere Frage auftaucht.

H: Wir haben ja beide Erfahrung als Clinician, warum diese auch nicht nutzen? Ich denke, man sollte auf jeden Fall bei einem Drumfestival oder einer Clinic auch die Chance haben, Fragen zu stellen. Auch wenn das zu wenig Leute tun, haha.

Ihr seid beide in sehr kreativen und etablierten Bands tätig. Ist Drum Illuminati als Nebenprojekt geplant oder wird es als vollwertige Band gesehen?

H: Es ist vielleicht was anderes als ne Band, weil das Ganze auch in einem anderen Rahmen stattfindet. Aber warum sollte es ein Nebenprojekt sein? Wir machen nur das, worauf wir wirklich Bock haben, und das immer zu 100%.

S: Hannes, du hast das so dufte gesagt! Was soll ich dem noch hinzufügen?

Was war in eurem Leben die bedeutendste Inspiration und Motivation professionell Musik zu machen?

H: Puh…weil es bei mir letztendlich funktioniert hat. Ich hab ja eigentlich Wirtschaft studiert, weil ich mir nicht vorstellen konnte, als Metal-Drummer über die Runden zu kommen. Auf Cover Band und Unterricht hatte ich nie Bock. Damals mit Necrophagist ging ja schon ganz gut was ab, da hatte ich aber keine Lust mehr drauf. Als ich dann mit Obscura ebenso erfolgreich war, wie mit Necrophagist zuvor, dachte ich mir, dass das schon einen Grund haben wird, haha. Dann bin ich einfach ins kalte Wasser gesprungen und seitdem klappts ganz gut. Die Inspiration dazu war also eher pragmatischer Natur, hehe.

S: Ich spiele Schlagzeug seit meinem fünften Lebensjahr und bin in einer sehr musikalischen Familie aufgewachsen. Der Wunsch und die Motivation Musik zu studieren und Profi zu werden, war quasi von Anfang an da. Natürlich gab es Ereignisse die mich gepusht und motiviert haben, wie u.a. der Einstieg in die Band Panzerballett oder die Zusammenarbeit mit Meinl Cymbals.

Gibt es bei euch noch weitere interessante Neuigkeiten, in Sachen Projekte, Solokarriere oder ähnlichen?

S: Die Panzerballett Tour, zusammen mit der schwedischen Band Freak Kitchen steht im November an. Desweiteren ist eine Italien Drum-Clinic Tour in Verhandlung. Eine interessante neue Band, welche Anfang 2013 (durch die Zusammenarbeit mit Gitarrenmonster Martin Miller) ins Leben gerufen wurde ist “Xenofinity”. Das Lineup besteht aus Martin Miller – Git, Anton Davidyants (ex-Impact Fuze) – Bass und mir. Wir arbeiten am ersten Album, welches nächstes Jahr rauskommen wird. Stilistisch wirds in Richtung Instrumentaler Progmetal/Fusion gehen.

H: Ich bin gerade dabei, eine Solo CD zu produzieren. Dazu läuft eine Crowdfunding Kampagne auf Indiegogo. Schaut mal rein bei mir auf meine Homepage (www.hannesgrossmann.com), da bekommt ihr die nötigen Infos. Wird stilistisch sehr nach Obscura klingen, allerdings mit vielen tollen Gästen, wie z.B. Christian Münzner, Ron Jarzombek oder Jeff Loomis. Ich habe zudem eine neue vollwertige Band mit dem Komponisten Florian Magnus Meier gestartet. Die Band heißt „Alkaloid“. Wir schreiben gerade fleißig Songs und produzieren ein Demo. Wird cool! Stilistisch so in die Richtung Death Metal meets Prog Rock und moderne Klassik. Dann gibt es ein Drum Buch, welches über Hal Leonard veröffentlicht wurde. Es heißt „Extreme Metal Drumming“ und ist quasi die Fortsetzung von Alex Websters Buch „Extreme Metal Bass“ …nur halt für Schlagzeug.

Was war eure letzte Scheibe, die ihr euch gekauft habt, die euch total fasziniert hat?

H: Ich fand die neue Gorguts sehr interessant. Zudem bin ich sehr von Immolation angetan. Soviel zum extremen Metal, haha. Die letzte Panzerballett hat mir natürlich sehr gut gefallen. Und Helge Schneider mit „Sommer, Sonne, Kaktus“…das hat mich jetzt aber weniger fasziniert als amüsiert, haha.

S: Ich finde das Songwriting auf der letzten The Faceless Platte „Autotheism“ sehr interessant…Virgil Donati´s Soloalbum “In this Lifetime” ist der Knaller! Das letzte Album das ich mir zugelegt habe war ein Best of von Michael McDonald.

www.facebook.com/grossmanlanser

 

 

Autor: Ronny Garz

 

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